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The Martyrdom Cycle (30 possibilities to kill a man after Circignani), 2015
edition 1/5 + 2AP (set), woodblock print on japanese paper
41 × 33 cm (paper), 43 × 34.5 cm (frame), installation ø 3 m

Im hinteren Bereich der Ausstellung präsentiert Utzni ein Werk, welches unmittelbar in Bezug auf einen Besuch der Basilica di Santo Stefano Rotondo al Celio in Rom entstanden ist und sich unter anderem mit der Frage nach der Wirkung von Bildern auseinandersetzt. Der Künstler stellte sich in Erinnerung an die dort zur Schau gestellten Gräueltaten die Frage, ob wohl in der heutigen Zeit aktuelle Bilder mit vergleichbarem Inhalt existieren, zumal beispielsweise der Islamische Staat seit geraumer Zeit demonstrativ und furchteinflössend mit ebenso grausamen Aufnahmen zu köpfender oder bereits getöteter Geiseln die Medienlandschaft überflutet. Das Resultat seiner Recherchen stellt uns Sebastian Utzni in der Arbeit «The Martyrdom Cycle (30 possibilities to kill a man after Circignani)» vor. Ob in Öl gekocht, ob wilden Tieren zum Frass vorgeworfen, ob angezündet und bei lebendigem Leibe verbrannt – Sebastian Utzni hat im Internet in kürzester Zeit zu jeder in der Kirche abgebildeten Tötungsweise entsprechend aktuelles Bildmaterial gefunden. Der Künstler hat sich virtuell der heutigen Realität des abscheulichen Mordens ausgesetzt und in der Folge einen Zyklus bestehend aus dreissig den Bildgegenstand teilweise bis zur Unkenntlichkeit abstrahierenden Holzschnitten entwickelt. Jeder Holzschnitt weist im oberen Bildbereich die sachliche Benennung der Tötungsart als Titelzeile auf, der untere Bereich ist mit dem im römischen Pendant verwendeten Bibelspruch versehen. Die dreissig Holzschnitte sind in den Farben des gesamten Spektrums gedruckt – von hellem, fast grellem Gelb über Grün bis ins dunkle Rot. Frei hängend im Raum, in zwei übereinander gesetzten Kreisen, mit der Bildseite nach innen zeigend, arrangiert Sebastian Utzni – einem Lehrbuch und Mahnmal gleich – die Gräueltaten in Analogie zu der frühen kirchlichen Darstellung. Um die Bilder im Detail zu sehen, muss der Betrachter in den Kreis eintreten, sich den Gräuelbildern aussetzen. Der erhöhte Abstraktionsgrad mildert die Brutalität des Zurschaugestellten – vielleicht trotz oder gerade wegen der Umsetzung in das Medium des Holzschnittes – nicht. Fragen nach dem Sinn oder der Sinnlosigkeit dieser Gewalt, aber auch nach dem Entwicklungsstand und Fortschritt der sogenannt zivilisierten Menschheit drängen sich geradezu auf.
(Katalogtext Kunsthaus Grenchen)

Fotos © by Alexandra Roth.